Dieser biomechanische Trick erspart Ihnen 90 Prozent der Kraft beim Astschneiden – und niemand hat Ihnen je davon erzählt

Ein Großteil der Gartenunfälle entsteht nicht durch gefährliche Maschinen, sondern durch Alltagswerkzeuge, die falsch benutzt werden. Wer versucht, mit ausgeleierten Leitern und gewöhnlichen Astscheren hohe Zweige zu schneiden, setzt sich einem vermeidbaren Risiko aus. Diese Routinearbeit führt regelmäßig zu Verletzungen, Rückenschmerzen und Schulterbeschwerden – vor allem, wenn der Körper überdehnt oder in instabile Positionen gezwungen wird.

Die Situation ist vertrauter, als viele zugeben möchten: Der Obstbaum im Garten wächst schneller als erwartet, die Äste ragen über das Dach, und die einzige verfügbare Lösung scheint die alte Aluminiumleiter zu sein, die seit Jahren im Schuppen steht. Man klettert hinauf, streckt sich mit der Astschere so weit wie möglich, spürt die Anspannung in den Schultern, und hofft, dass nichts passiert. Genau in diesem Moment – zwischen Anspannung, Balance und dem Versuch, einen widerspenstigen Ast zu durchtrennen – entsteht das typische Verletzungsmuster, das Orthopäden und Unfallchirurgen aus ihrer täglichen Praxis nur zu gut kennen.

Das Problem liegt weniger in der mangelnden Geschicklichkeit der Gärtner als vielmehr in der biomechanischen Überforderung einer alltäglichen Situation. Der menschliche Körper ist nicht dafür konstruiert, über längere Zeit in überstreckten Positionen präzise Kraft auszuüben, während er gleichzeitig das Gleichgewicht auf einer schmalen Stufe halten muss. Jeder dieser Faktoren allein wäre bereits herausfordernd – in Kombination entsteht eine Konstellation, die Muskeln, Gelenke und Gleichgewichtssinn an ihre Grenzen bringt.

Dabei gibt es eine Lösung, die nicht in mehr Kraft oder besserer Fitness liegt, sondern in einem Werkzeug, das sich Körper und Umgebung anpasst: der Teleskop-Astschere. Die Entwicklung ergonomischer Gartenwerkzeuge zeigt, dass kleine technische Details maßgeblich über Gesundheit und Sicherheit entscheiden. Teleskop-Astscheren sind dafür ein Paradebeispiel. Sie ermöglichen präzises Schneiden in der Höhe, ohne dass der Anwender die Balance verliert oder die Wirbelsäule überlastet.

Warum die Höhe im Garten zum Gesundheitsrisiko werden kann

Das Schneiden hoher Äste klingt harmlos – doch biomechanisch betrachtet ist es eine der anspruchsvollsten Tätigkeiten im Hobbygarten. Der Körper kompensiert fehlende Reichweite, indem er sich streckt, beugt oder verdreht. Gleichzeitig wirken Zug- und Druckkräfte auf die Bandscheiben, während die Arme über Schulterhöhe arbeiten. Diese Position führt zu einem Überlastungsmuster, das sowohl Muskeln als auch Gelenke betrifft.

Aus der praktischen Erfahrung von Physiotherapeuten und der Beobachtung typischer Gartenverletzungen lässt sich ein klares Bild zeichnen: Überkopfbewegungen beanspruchen die Nackenmuskulatur stark, übermäßige Schulterrotationen können zu Sehnenreizungen führen, und wiederholte Drehbewegungen der Lendenwirbelsäule begünstigen langfristig Fehlhaltungen. Diese Zusammenhänge sind in der ergonomischen Praxis gut dokumentiert und zeigen sich regelmäßig in der Behandlung von Hobbygärtnern, die nach intensiven Schnittarbeiten über Beschwerden klagen.

Die scheinbar banale Entscheidung, ob man eine Leiter benutzt oder ein Teleskopwerkzeug, bestimmt also unmittelbar das Verletzungsrisiko. Hinzu kommt die Sturzgefahr: Leitern zählen zu den häufigsten Ursachen für Verletzungen im häuslichen Umfeld. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, deren Gleichgewichtssinn oder Knochendichte nachlässt, aber auch jüngere Gärtner unterschätzen oft die Kombination aus rutschigem Untergrund, unebener Standfläche und dem Kraftaufwand, der beim Schneiden dicker Äste entsteht.

Was viele nicht bedenken: Der kritische Moment tritt nicht beim Aufsteigen auf die Leiter ein, sondern in jenem Augenblick, in dem man bereits oben steht, beide Hände an der Astschere hat und plötzlich mehr Kraft aufwenden muss als erwartet. In dieser Phase ist keine Hand mehr frei, um sich abzustützen, der Schwerpunkt verlagert sich, und ein unkontrolliertes Abrutschen wird wahrscheinlich. Es sind diese unscheinbaren Momente, die den Unterschied zwischen einem erfolgreichen Arbeitstag und einem Sturz mit Prellung oder Knochenbruch ausmachen.

Wie eine Teleskop-Astschere körperliche Belastung reduziert

Eine hochwertige Teleskop-Astschere überträgt mechanische Prinzipien auf die Praxis des sicheren Schneidens. Durch die Kombination aus Hebelwirkung und verlängerbarem Griff wird der Kraftaufwand deutlich verringert, während die Reichweite steigt. Das ermöglicht nicht nur bequemes Arbeiten vom Boden aus, sondern verhindert auch die gefährlichen Mikrobewegungen, die entstehen, wenn man auf einer Leiter das Gleichgewicht sucht.

Der Schnittmechanismus basiert entweder auf Bypass- oder Amboss-Technologie. Bypass-Scheren arbeiten mit zwei scharfen Klingen, die wie Scherenblätter aneinander vorbeigleiten – ideal für frisches Holz. Amboss-Scheren besitzen eine flache Gegenauflage und sind besser für trockenes, hartes Holz geeignet. Entscheidend ist, dass beide Systeme den Druck auf den Ast und die Hand gleichmäßig verteilen. So sinkt die Belastung auf Gelenke und Handgelenke, besonders bei längerer Nutzung.

Ergonomische Griffe mit rutschfester Beschichtung stabilisieren die Handstellung, während Teleskopstiele den Arbeitswinkel optimieren. Diese Anpassung vermeidet jene Scherbewegungen über Kopfhöhe, die zu muskulären Verspannungen führen. Wer den richtigen Winkel einstellt, kann die Kraft der Arme gezielt nutzen, ohne den Rücken zu krümmen oder die Nackenmuskulatur zu überdehnen.

Die technische Raffinesse liegt im Detail: Moderne Teleskop-Astscheren verfügen über Getriebemechanismen, die das Übersetzungsverhältnis zwischen Handkraft und Schneidkraft optimieren. Laut Herstellerangaben und praktischen Tests erreichen hochwertige Modelle Übersetzungsverhältnisse von bis zu 1:4, was bedeutet, dass die aufgewendete Handkraft vervierfacht an der Klinge ankommt. Diese mechanische Verstärkung entlastet nicht nur die Handmuskulatur, sondern reduziert auch die Notwendigkeit, den gesamten Körper in die Schneidbewegung einzubringen – ein häufiger Kompensationsmechanismus, der zu Rückenbeschwerden führt.

Die Biomechanik des sicheren Schneidens

Im Prinzip imitiert die Teleskop-Astschere ein biomechanisches System – Knochen, Muskeln und Gelenke arbeiten wie Hebel und Lagerpunkte. Wenn ein Werkzeug diese Hebelwirkung unterstützt statt gegen sie zu arbeiten, kann der Energieverbrauch erheblich sinken. Die verlängerte Hebelspannung erlaubt das gezielte Einsetzen der großen Muskelgruppen in Rücken und Beinen, anstatt nur die kleinen Muskeln in Schultern und Unterarmen zu überfordern. Das Resultat: weniger Mikrotraumata, bessere Körperhaltung, längere Ausdauer.

Diese Prinzipien sind in der Ergonomie seit langem bekannt. Die Anwendung auf Gartenwerkzeuge ist jedoch relativ neu und zeigt, wie wichtig die Übertragung arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse auf den Hobbybereich ist. Während in industriellen Arbeitsumgebungen die Vermeidung von Überkopfarbeiten und repetitiven Belastungen längst Standard ist, werden diese Prinzipien im Privatgarten oft ignoriert – mit entsprechenden Folgen für die Gesundheit.

Ein weiterer oft übersehener Aspekt ist die psychologische Komponente des sicheren Arbeitens. Wer vom sicheren Boden aus arbeitet, kann sich vollständig auf die Schnittführung konzentrieren, ohne permanent den Gleichgewichtssinn und die Sturzangst im Hinterkopf zu haben. Diese mentale Entlastung führt zu präziseren Bewegungen, bewussteren Pausen und insgesamt zu einer entspannteren Arbeitsweise. Fachleute im Bereich Gartentherapie und aktive Erholung im Grünen weisen darauf hin, dass mechanisch einfache, aber körperlich bewusste Tätigkeiten zur mentalen Erholung beitragen können – vorausgesetzt, sie werden in ergonomisch günstigen Positionen ausgeführt.

Sichere Anwendung: Kleine Routinen, große Wirkung

Auch bei ergonomischem Design bleibt der menschliche Faktor entscheidend. Die meisten Gartenverletzungen entstehen nicht durch Werkzeugfehler, sondern durch falsche Nutzung oder Ermüdung. Ein sicherer Arbeitsrhythmus folgt drei Grundprinzipien:

  • Stabile Standfläche: Beide Füße fest auf einer ebenen Fläche, Gewichtsverlagerung aus den Beinen statt aus dem Rücken.
  • Arbeitswinkel unter Schulterhöhe: Teleskopstiel so einstellen, dass keine dauerhafte Überstreckung notwendig ist.
  • Regelmäßige Pausen: Nach jeweils 20–30 Minuten kurz die Arme senken und Schultern lockern, um Durchblutung und Regeneration zu fördern.

Ein häufiger Fehler ist die Versuchung, noch schnell den letzten Ast zu schneiden. In dieser Phase nimmt die Konzentration ab, und die Bewegungsausführung wird ungenau – ein klassischer Auslöser für Prellungen oder Rückenzerrungen. Wer bewusst Pausen einlegt, verbessert nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Schnittqualität.

Die Erfahrungen aus der praktischen Gartenarbeit zeigen immer wieder: Die körperliche Ermüdung setzt früher ein, als man subjektiv wahrnimmt. Muskuläre Kompensationsmechanismen überdecken zunächst die beginnende Überlastung, bis sich plötzlich ein stechender Schmerz im unteren Rücken oder in der Schulter bemerkbar macht. Dann ist es meist schon zu spät für präventive Maßnahmen. Deshalb ist das bewusste Einlegen von Pausen keine Zeitverschwendung, sondern eine Investition in die langfristige Arbeitsfähigkeit.

Zusätzlich zu den Pausen hat sich in der Praxis bewährt, die Arbeitssequenzen zu variieren: Wer nicht ausschließlich über Kopf schneidet, sondern zwischendurch niedrigere Äste bearbeitet oder andere Gartenarbeiten einstreut, verteilt die Belastung auf verschiedene Muskelgruppen und vermeidet einseitige Überlastungen. Diese Abwechslung ist nicht nur körperlich schonender, sondern macht die Arbeit auch mental weniger monoton.

Die Rolle des Werkstoffs: Leichtmetall, Carbon und Beschichtungstechnologie

Nicht jede Teleskop-Astschere bietet die gleiche Balance aus Stabilität und Gewicht. Modelle aus Aluminiumlegierungen oder Carbonkomposit reduzieren die Masse erheblich, ohne an Steifigkeit einzubüßen. Das wirkt sich direkt auf das Handgelenk-Drehmoment aus: Je geringer das Eigengewicht, desto feiner lässt sich der Schnitt führen.

Laut Produktspezifikationen hochwertiger Hersteller liegt das Gewicht moderner Teleskop-Astscheren zwischen 1,5 und 3 Kilogramm, abhängig von der maximalen Reichweite und dem verwendeten Material. Dieser Unterschied mag gering erscheinen, macht sich aber bei längerer Nutzung deutlich bemerkbar: Jedes zusätzliche Gramm muss über die gesamte Arbeitsdauer hinweg gehalten und bewegt werden, was die Armmuskulatur zusätzlich belastet.

Eine hochwertige Oberflächenbeschichtung auf der Klinge verringert die Reibung, hält den Schnitt sauber und verhindert das Festkleben von Pflanzensäften. So bleibt der Kraftaufwand konstant und die Gelenke werden geschont. Auch Rostschutz ist mehr als eine kosmetische Frage – er verlängert die Lebensdauer und beugt schleichendem Materialverschleiß vor, der die Bewegungen unregelmäßig und unvorhersehbar macht.

Die Materialtechnologie spielt auch für die Klingenschärfe eine zentrale Rolle. Hochkohlenstoffstahl, wie er in vielen professionellen Modellen verwendet wird, behält seine Schärfe länger als einfacher Edelstahl, erfordert aber etwas mehr Pflege gegen Korrosion. Eine scharfe Klinge schneidet nicht nur effizienter, sondern auch gesünder: Sie vermeidet ruckartige Bewegungen, die über die Arme in Nacken und Schultern übertragen werden. Ein stumpfes Werkzeug zwingt den Anwender dagegen dazu, mehr Kraft aufzuwenden und oft mehrfach anzusetzen, was die Belastung vervielfacht.

Warum Ersatz von Leitern mehr Sicherheit als Komfort bedeutet

Das Risiko von Stürzen bei Gartenarbeiten ist in verschiedenen Unfallstatistiken gut dokumentiert. Wer vom Boden aus arbeitet, steht physiologisch gesehen in einer neutralen Wirbelsäulenposition – der sicherste Zustand für längere Belastungen. Der Begriff neutral bedeutet hier, dass die natürlichen Krümmungen der Wirbelsäule erhalten bleiben und keine Zwangshaltungen erforderlich sind. In dieser Position können die Bandscheiben optimal ihre Funktion als Stoßdämpfer erfüllen, die Muskulatur arbeitet effizient, und die Gelenke werden gleichmäßig belastet.

Der Verzicht auf Leitern hat noch einen weiteren, oft unterschätzten Vorteil: Die Arbeit wird planmäßiger und bewusster. Wer eine Leiter aufstellen muss, arbeitet oft hektischer, um schnell fertig zu werden, bevor die instabile Situation zu gefährlich wird. Mit einer Teleskop-Astschere vom Boden aus kann man sich Zeit nehmen, die Schnittführung überdenken und präzise arbeiten – ohne den psychologischen Druck, der durch die unsichere Position entsteht.

Pruning of lower branches benefits nicht nur die Baumgesundheit, sondern zeigt auch, wie wichtig die richtige Schnitttechnik für langfristige Pflegeerfolge ist. Diese Erkenntnisse gelten gleichermaßen für die sichere und ergonomische Durchführung der Arbeiten, bei denen die Teleskop-Astschere ihre Stärken ausspielt.

Pflege und Wartung für konstante Leistung und Gesundheitsschutz

Ein vernachlässigtes Werkzeug ist ebenso riskant wie ein ungeeignetes. Klingen, die sich nicht mehr sauber schließen, erzwingen übermäßige Kraftanstrengungen. Das Ergebnis sind schnelle Ermüdung, schwache Schnitte und ein erhöhtes Risiko, dass das Werkzeug abrutscht. Einfache Pflegegewohnheiten verlängern sowohl die Lebensdauer der Schere als auch die körperliche Belastungsgrenze.

Nach jedem Gebrauch sollten Harze mit Alkohol oder mildem Reinigungsmittel entfernt werden. Klingen müssen regelmäßig geölt werden – ein dünner Film technisches Öl verhindert Korrosion und steigert die Gleitfähigkeit. Schraubverbindungen sollten regelmäßig geprüft werden, denn gelockerte Gelenke führen zu unpräzisen Bewegungen und erhöhen das Verletzungsrisiko.

Die regelmäßige Wartung ist nicht nur eine Frage der Werkzeugpflege, sondern direkt mit der körperlichen Sicherheit verbunden. Ein scharfes Werkzeug schneidet nicht nur besser, sondern gesünder: Es vermeidet ruckartige Bewegungen, die über die Arme in Nacken und Schultern übertragen werden. Professionelle Gärtner wissen das und schärfen ihre Werkzeuge weit häufiger, als Hobbygärtner es für notwendig halten.

Viele moderne Teleskop-Astscheren verfügen über austauschbare Klingen oder Klingensets, die speziell für verschiedene Holzarten optimiert sind. Diese Möglichkeit sollte genutzt werden, denn eine an die jeweilige Aufgabe angepasste Klinge reduziert den Kraftaufwand und schont die Gelenke. Wer beispielsweise im Frühjahr frische Triebe schneidet, benötigt eine andere Klinge als beim Rückschnitt trockener Äste im Herbst.

Technische Details, die einen Unterschied machen

Beim Kauf einer Teleskop-Astschere sollte weniger auf Marketingbegriffe, sondern auf mechanische Parameter geachtet werden. Das Übersetzungsverhältnis ist entscheidend: Je höher, desto leichter der Schnitt – wichtig bei dickeren Ästen. Hochwertige Modelle erreichen laut Herstellerangaben Werte zwischen 1:3 und 1:4. Für Bäume mit überhängenden Kronen sind 3 bis 4 Meter Reichweite ideal, wobei zu beachten ist, dass die Reichweite immer von der Bodenhöhe plus der Armhöhe des Anwenders gerechnet werden sollte.

Klingenstahl aus Hochkohlenstoff bleibt länger scharf als Edelstahl, erfordert aber etwas Pflege. Der Sicherungsmechanismus muss fest greifen, um Schwingungen zu vermeiden. Solche technischen Details klingen trocken, doch sie bilden das Fundament dafür, dass ein Werkzeug jahrelang gesundheitsschonend funktioniert.

Ein weiterer Parameter, der oft übersehen wird, ist die maximale Schnittstärke: Sie wird in Millimetern angegeben und sollte an die tatsächlichen Anforderungen im Garten angepasst sein. Wer regelmäßig dicke Äste mit Durchmessern über 30 Millimetern schneiden muss, benötigt ein stabileres Modell als für den gelegentlichen Formschnitt. Die Längenverstellung sollte stufenlos oder in feinen Stufen erfolgen können, um die Arbeitshöhe präzise anzupassen. Modelle mit zu groben Rastungen zwingen den Anwender, entweder zu tief oder zu hoch zu arbeiten, was beide Male zu ungünstigen Körperhaltungen führt.

Der unscheinbare Nutzen regelmäßiger Kontrolle des Werkzeugs

Viele unterschätzen, dass Metall bei längerem Gebrauch ermüdet. Schon minimale Biegungen im Teleskoprohr können die Kraftübertragung verändern. Das ist kein kosmetisches, sondern ein sicherheitsrelevantes Problem. Wird die Schubrichtung nicht mehr sauber entlang der Achse geführt, entstehen Drehmomente, die Schulter und Ellenbogen kompensieren müssen.

Eine vierteljährliche Sichtprüfung auf Risse oder Lagerspiel spart daher mehr als nur Ersatzteile – sie vermeidet Fehlbelastungen des Körpers, die sich schleichend aufbauen. Ähnlich wie in der Arbeitssicherheit im Handwerk gilt: Die Wartung des Werkzeugs ist zugleich Wartung des Körpers. Besonders kritisch sind die Verbindungsstellen zwischen den Teleskopsegmenten: Hier konzentrieren sich die Kräfte, und hier treten auch die ersten Verschleißerscheinungen auf.

Nach jedem längeren Einsatz sollten die Teleskopstangen vollständig ausgefahren und auf gerade Führung geprüft werden. Lässt sich ein Segment schwergängig bewegen oder klemmt es, deutet das auf Verschmutzung oder beginnende Verformung hin. In diesem Fall sollte das Werkzeug gereinigt, geölt und gegebenenfalls nachjustiert werden. Diese wenigen Minuten Aufwand verhindern, dass aus einem kleinen Problem eine dauerhafte Beeinträchtigung wird, die letztlich den Körper zusätzlich belastet.

Von der Technik zur Körperökonomie

Gesundheit im Garten beginnt mit einem bewussten Umgang mit den eigenen Bewegungen. Wer lange über Kopf arbeitet, drückt die Wirbelzwischenräume zusammen, dämpft die Atmung und erhöht den Blutdruck. Eine ergonomische Teleskop-Astschere unterbricht diese Kette von Mikrobelastungen. Besonders deutlich wird der Unterschied nach einem Arbeitstag: Statt Muskelverhärtungen zeigt sich eine angenehme Grundmüdigkeit – das Zeichen funktioneller Aktivität ohne Überlastung.

Dieses Ergebnis entsteht nicht durch Training, sondern durch das Zusammenspiel aus präziser Mechanik, stabilem Stand und rhythmischem Arbeiten. Die Wiederholung flüssiger Bewegungen in stabiler Körperhaltung fördert eine rhythmische, entspannte Arbeitsweise. Hier wird deutlich: Sicherheit und Wohlbefinden sind keine getrennten Kategorien. Eine Teleskop-Astschere, die präzise funktioniert und auf die Anatomie des Nutzers abgestimmt ist, schafft jene Leichtigkeit in der Bewegung, die entscheidend für die Freude an der Gartenarbeit ist.

Die Körperökonomie – also die effiziente Nutzung der eigenen körperlichen Ressourcen – ist ein Konzept, das aus der professionellen Arbeitswissenschaft stammt, aber genauso im Hobbygarten Anwendung finden sollte. Jede unnötige Bewegung, jede Fehlhaltung und jede übermäßige Kraftanstrengung kostet Energie und erhöht das Verletzungsrisiko. Wer lernt, mit seinem Körper ebenso bewusst umzugehen wie mit seinem Werkzeug, kann nicht nur länger arbeiten, sondern tut dies auch mit größerem Vergnügen.

Wann sich eine Neuanschaffung wirklich lohnt

Wer seit Jahren dieselbe Schere nutzt, unterschätzt häufig den Fortschritt moderner Konstruktionen. Neuere Modelle bringen Verbesserungen, die sofort spürbar sind: geringerer Kraftaufwand, feinere Übersetzung, vibrationsdämpfende Stiele. Schon nach kurzer Eingewöhnung reduziert sich das typische abendliche Ziehen im Schultergürtel. Investitionen lohnen sich besonders, wenn man regelmäßig über mehr als 30 Minuten an höheren Ästen arbeitet, wenn die aktuelle Schere in Überstreckung oder instabile Standpositionen zwingt, wenn nach der Arbeit Spannungen in Nacken oder unterem Rücken auftreten oder wenn die Leiter wacklig oder zu kurz ist, um sicher eingesetzt zu werden.

In diesen Fällen ersetzt die Teleskop-Astschere nicht bloß ein Werkzeug – sie ersetzt eine gefährliche Routine. Die Anschaffungskosten amortisieren sich nicht nur durch die längere Lebensdauer und bessere Schnittqualität, sondern vor allem durch die vermiedenen gesundheitlichen Beschwerden und die gesteigerte Sicherheit. Wer einmal erlebt hat, wie viel entspannter die Gartenarbeit mit dem richtigen Werkzeug ist, wird nicht mehr zur alten Methode zurückkehren wollen.

Ein weiteres Indiz für den Zeitpunkt einer Neuanschaffung ist die zunehmende Vermeidung bestimmter Gartenarbeiten. Wer hohe Äste bewusst oder unbewusst aufspart oder vernachlässigt, weil die Arbeit als zu anstrengend oder gefährlich empfunden wird, sollte dies als Signal verstehen. Die Aufgabe selbst ist nicht das Problem – das Werkzeug ist es.

Nachhaltige Nutzung und Recyclingfähigkeit

Ein Aspekt, der seltener beachtet wird, betrifft die ökologische Lebensdauer des Werkzeugs. Langlebige Materialien wie Aluminium oder Edelstahl lassen sich am Ende recyceln. Modelle mit austauschbaren Klingen oder Griffteilen vermeiden unnötigen Abfall und verlängern den Nutzungszyklus um Jahre.

Aus gesundheitlicher Sicht ist dieser Nachhaltigkeitsgedanke nicht trivial: Wer ein Werkzeug langfristig nutzt, lernt seine Balance, Reibung und Dynamik kennen. Die Bewegungen werden präziser, die Belastung gleichmäßiger verteilt. Dieses muskelmotorische Gedächtnis ist ein unterschätzter Faktor für Sicherheit. Der Körper passt sich an das Werkzeug an, und umgekehrt wird das Werkzeug durch Eingew

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